Das bittere Leben der Sugar Mamas

„Sabine, 52, heiratet Mahmoud, 25. Kann das Liebe sein?“, fragt Zeit online http://www.zeit.de/2017/44/beziehungen-syrer-deutsche-heirat-flucht-partnerschaft.

„Bezahlen ältere Österreicherinnen Flüchtlinge für Sex?“ fragt man in den HNA https://www.hna.de/welt/sugar-mamas-bezahlen-aeltere-oesterreicherinnen-fluechtlinge-fuer-sex-zr-8527207.html.

Auch das Schweizer Newsportal 20min.ch behauptet süffisant „Ältere Frauen nehmen Flüchtlinge für Sex auf“. http://www.20min.ch/panorama/news/story/-ltere-Frauen-nehmen-Fluechtlinge-fuer-Sex-auf-12248628in.ch

Und schnell ist in den Social Media sogar von „Sex-Sklaven“ die Rede, abstoßend untermalt von Bildern möglichst wabbeliger und faltiger Frauen zusammen mit exotischen Epheben. Die Flüchtlingskrise hat eine neue Steilvorlage für Frauenhasser kreiert: Die Sugar Mama.

Reife Frauen „halten“ Flüchtlinge als „Lustknaben“? Im Käfig? An der Leine? Wahrscheinlich gibt es im Einzelfall Ähnliches, da es bekanntlich nichts gibt, was es nicht gibt. Im Wesentlichen dürfte das Thema „Sugar Mamas“ aber der unreifen Fantasie von Redakteuren entsprungen sein, die ihre einsamen Abende mit einem Ratskrone Pilsener und einer Packung Kleenex in vertrauter Gesellschaft ihrer rechten Hand vor der Youpornabteilung „MILF’s“ verbringen. Wer es nicht weiß oder zu faul zum googeln ist: MILF bedeutet Mother I’d Like to Fuck. Eine schöne reife Frau bringt dem unerfahrenen jungen Draufgänger alles über Sex bei. Das mag besonders für junge Männer aufregend sein – für Frauen ist die Vorstellung so erregend wie eingeschlafene Füße.

Auf die abstruse Idee, junge muslimische Männer ließen sich von einer Ungläubigen, die altermäßig die Mutter oder Großmutter sein könnte, als williges Sexhäschen benutzen, kann nur kommen, wer von der muslimischen Kultur nicht die geringste Ahnung hat. „Bezahlter Sex kann psychische Folgen haben und zu einer Abwertung des Frauenbildes (sic!) insgesamt führen.“ Das sei für Männer diese Männer „Doppelt erniedrigend, da sie aus einer Kultur kämen, wo der Mann das Sagen hat.“ https://wize.life/themen/kategorie/leben/artikel/59982/ich-bin-eine-sexmaschine-fuer-sie-reife-frauen-halten-fluechtlinge-als-lustknaben.

Aber ist das wirklich so? Dass Männer im Orient das Sagen haben, hat man immerhin schon mitgekriegt. Was man hingegen nicht weiß, ist, dass sich diese Männer niemals freiwillig in eine Beziehung begeben, die sie in ihrer Heimat der Lächerlichkeit preisgeben würde. Es sei denn, es sprängen dabei massive Vorteile heraus.

Der Weg nach Europa führt am sichersten und einfachsten über europäische Frauen. In Europa will man das nicht wahrhaben, im Orient und in Afrika weiß man das seit vielen Jahrzehnten. Ältere Frauen sind selbstverständlich bevorzugte Objekte, da sie in der Regel in finanziell gefestigtern Verhältnissen leben und emotional wesentlich bedürftiger sind. Zwar wird den gutgläubigen Frauen im Zweifelsfall immer die rührende Geschichte von Mohammed und seiner älteren Frau Khadeja erzählt, aber der Teil, auf den es ankommt, wird für gewöhnlich ausgelassen: Mohammed war nach dem Tod der wohlhabenden Karawanenführerin finanziell grundsaniert.

Natürlich hat nichts davon mit Liebe zu tun. Natürlich wissen Männer von Casablanca bis Kabul, dass europäische Frauen auf die beklopptesten Liebesschwüre hereinfallen, solange sie von einem schutzbedürftigen, schwer traumatisierten Exoten kommen. Daher haben die Männer die entsprechenden Phrasen auch schon im Vorwege auf dem Smartphone gespeichert. Natürlich wissen sie, wie man Europäerinnen psychisch und emotional von sich abhängig macht. Und, nun kommt die große Enttäuschung, nicht einmal mit Sex hat das Ganze wirklich etwas zu tun – jedenfalls für die Frau. Die Bedürfnisse des Mannes stehen selbstverständlich im Vordergrund, ihre sind nachrangig, ein Nein wird nicht akzeptiert und die meisten Frauen schildern den Sex später als außerordentlich unbefriedigend.

Leider habe ich diese Geschichten oft genug gehört, und spätestens nach dem dritten Mal klingen sie alle gleich. Etwas Besseres, als bei einer älteren Frau privat unterzuschlüpfen, kann den meisten jungen Flüchtlingen kaum passieren. In der Regel wohnen und essen sie kostenfrei, Kleidung und anderes wird ihnen nicht selten spendiert; sie müht sich ab, ihm richtiges Deutsch beizubringen, ihm Jobs und Ausbildungsplätze zu verschaffen. Und natürlich schlafen sie oft mit der Frau des Hauses. Die meisten Frauen haben das nicht einmal vorgehabt, werden aber mit List und Tücke dazu gebracht, denn da ist man ganz pragmatisch: Lieber Sex mit einer alten Fregatte, als gar keine action.

Leider neigen Frauen dazu, auch in den abstrusesten Fällen noch an die große und wahre Liebe zu glauben. Oder wenigstens an die große Freundschaft. Im worst case scenario heiraten sie ihren Schützling, damit er in den Genuss einer unbegrenzten Aufenthaltserlaubnis kommt. Aber dann beginnt mitnichten das große Glück. Dann wird entweder die minderjährige Kusine nach Europa geholt oder die Ehefrau, die es natürlich die ganze Zeit über gegeben hat. Die Sugar Mamas jedenfalls bezahlen einen sehr hohen Preis. Am Ende der Affäre sitzen sie allein da, mit erheblichen emotionalen, psychischen und oft genug finanziellen Schäden. Arbeitslosigkeit, Verlust des Wohnhauses, Aufenthalt in der Psychiatrie, sogar so kann der Lebensstil der Frau enden, die man so launig Sugar Mama nennt. Im Desaster.

 

 

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2 Gedanken zu „Das bittere Leben der Sugar Mamas

  1. Sie liegen völlig falsch. Ich muss Ihnen aber zugestehen, dass es mit Sicherheit ein nicht so großes Thema in der Öffentlichkeit ist wie der alte weiße Mann mit seiner jungen exotischen Frau. Das ist ein eher verborgenes Thema und man muss schon genau hinschauen, um es zu finden.

    Nichtsahnend verbrachte ich vor Jahren meine Flitterwochen in Tunesien. Angeblich in einem Mittelklassehotel. Angeblich, weil meine Frau und ich uns bereits bei der Ankunft in der Hotellobby anschauten, ob wir wirklich im richtigen Hotel sind, da wir dachten, wir seien in einem Kontakthof einer billigen Absteige. Voll von stark korpulenten deutschsprachigen Frauen 50+, die alle von ihren „Alis“ sprachen (als „Ali“ bezeichneten die Frauen ihre Eroberungen; nicht meine Beschreibung). Und das Thema „Ali“ begegnete uns wirklich überall: im Hotel, am Swimming Pool, am Strand um im Restaurant.

    Und die jungen Burschen schwirrten auch entsprechend umher. Und von wegen moslemisches Land: Alkohol genau so normal in den Restaurants wie zügelloses Geknutsche zwischen alter Deutscher und jungem Araber. Glauben Sie nicht? Berufsbedingt kenn ich mich mit Internet Marketing und Datingseiten sehr gut aus. Besuchen Sie mal einschlägige Datingseiten für Nord- und Westafrika. Viele arabische und afrikanische Männer und nahezu ausnahmslos Frauen 50+ aus dem Westen.

    Das ist dasselbe Schmuddelthema wie Sextourismus von Männern in Asien oder Ostafrika (Kenia). Ich lebe selber in einem asiatischen Land und erlebe es täglich, was abgeht. Wie beschämend dieser Sextourismus sein kann. Übrigens verirren sich immer wieder auch mal weiße Frauen hier her uns suchen einen jungen Asiaten.

    Ich bin zwar nicht in Deutschland, aber einer meiner ersten Gedanken war, dass sich viele Frauen 50+ und/oder korpulent darüber freuen werden, dass so viele junge Araber kommen. Ich schlage Ihnen mal zur Recherche Internetseiten vor, wie man seinen ausländischen Ehepartner oder Vater des eigenen Kindes hier her bekommt nach Deutschland. Sie werden überrascht sein, wie viele Frauen dort von ihrem Mann sprechen, den sie holen wollen, der aus der arabischen Welt kommt. Interessant: wenn Sie sich durch diese einschlägigen Foren arbeiten, erkennen Sie auch, dass seit 2015/2016 auffällig weniger Anfragen diesbezüglich kommen.

    Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich habe nichts gegen diese Frauen. Ich finde es vielmehr sehr traurig, dass viele diesen Weg gehen müssen, weil sie in der westlichen Gesellschaft zum alten Müll zählen. Ich hab den Eindruck, bei diesen Frauen geht es vornehmlich tatsächlich um das späte Familienglück und dass der junge Araber eben jung ist, ist ein erfreulicher Nebeneffekt, den Frau gerne mitnimmt. Bei westlichen alten Männern bin ich allerdings anderer Meinung: Hier geht es nicht um spätes Familienglück, sondern um maximal junge Partnerinnen, die wie eine Trophäe präsentiert werden zwischen all den alten Männern. Ich kritisier das, seit ich in Asien bin, weil ich sehe, wie Frauen hier wie Müll behandelt werden, während man sich in Deutschland dekadent über das Ampelmännchen echauffiert. Übrigens genau dieses Thema hat ich vor einigen Jahren politisiert.

    • Es geht nicht um Sextourismus, sondern um den Medienhype um Frauen, die Flüchtlinge ausnutzen sollen, was nicht der Realität entspricht. Auch in der Sextourismussituation sind die Männer in den seltensten Fällen Opfer. Dort gilt das gleiche Prinzip: Man beschläft die Alte nicht, wenn keine massiven Vorteile dabei herausspringen.

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