Jung, hübsch, weiblich, muslimisch

Jung, hübsch, weiblich, muslimisch – Erklärbärin Sawsan Chebli, die stellvertretende Sprecherin des auswärtigen Amtes, erläutert in der FAZ im Gespräch mit dem Berliner Bürgermeister Müller, warum Muslime immer Opfer sind und die Sharia problemlos kompatibel mit dem Grundgesetz. http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gespraech-ueber-unsere-gesellschaft-und-den-islam-14368816-p2.html
Chebli ist alles, was man einfach liebhaben muss: Eines von zwölf Kindern palästinensischer Asylanten, aus dem Arbeiterviertel Moabit und gläubige Muslimin, die eigentlich auch liebend gern ein Kopftuch tragen würde, was aber nach ihrer eigenen Aussage nicht geht, weil man damit in Deutschland keine Karriere machen kann. Wenn sie sich nicht gerade durch Pressekonferenzen stammelt und stottert https://propagandaschau.wordpress.com/2015/10/04/tilo-jung-productions-praesentiert-chebli-vs-chebli/, ist Frau Chebli in einem vom Bundesfamilienministerium finanzierten Projekt aktiv, das „JUMA“ heißt, wie das islamische Freitagsgebet, aber auch die Abkürzung für „Jung, muslimisch, aktiv“ ist. Auf dessen lahm frequentierter Facebookseite tauschen sich verschleierte Frauen nicht nur über schwer traumatisierende Diskriminierungserfahrungen aus, sondern auch darüber, wie schick und trendy es sein kann, Kopftuch zu tragen.
Ihr Vater spreche kaum deutsch und sei Analphabet, aber weitaus besser integriert als viele Funktionäre der AFD, haut Chebli gleich zu Anfang des Interviews zackig raus. Wie der Mann die vierzehn Personen seiner Familie ernährt, erfahren wir hingegen nicht. Obwohl seine Tochter auf das Übelste am Lernen gehindert wurde, weil ihre Lehrer meinten, „ein Flüchtlingskind gehöre nicht auf die höhere Schule“ http://www.rp-online.de/politik/deutschland/sawsan-chebli-vom-fluechtlingskind-ins-staatsamt-aid-1.5609423, meisterte Chebli Abitur und Studium. Sie ist zweifellos ein Beispiel dafür, dass Integration und eine erfolgreiche Karriere auch unter den widrigsten Bedingungen gelingen können. Ausgezeichnet, genau, das, was man braucht.
Was man hingegen nicht braucht, sind die hundertfach wiedergekäuten Belehrungen darüber, das verschleierte Frauen wie ihre fünf Schwestern das Kopftuch gänzlich freiwillig und darüber hinaus auch noch gegen den Widerstand ihrer Männer tragen. Wie könnte es auch anders sein in einem Haushalt, in dem fünf Gebete am Tag Pflicht waren und nach der Schule der Koran auswendig gelernt wurde.
Alle reden über Sharia, aber kaum jemand wisse, was das bedeutet, sagt Chebli und klärt auf: Sharia bedeute Weg zur Quelle oder Weg zu Gott und regele das Verhältnis zwischen Gott und den Menschen. Und da gehe es hauptsächlich um Gebet, Fasten und Almosen. Pipifax also. Das sieht in den muslimischen Ländern, wo die Sharia die Grundlage von Verfassung und Rechtssprechung bildet, allerdings ganz anders aus. Dort wird man auf dem Weg zur Quelle schon mal mit einer Verurteilung zu tausend Peitschenhieben überrascht, so wie der Saudi-arabische Blogger Raif Badawi. Von der Pervertierung des kuchenguten Islam durch den IS redet Chebli, der die muslimische Gemeinschaft in Geiselhaft nehme. Von Massenprotesten der Geiseln gegen diese Zumutung ist allerdings weit und breit nichts zu hören und zu sehen, und das, obwohl Muslime laut Chebli nach mehr Demokratie hungern sollen.
Wenn Muslime für Aliens gehalten werden, wie Chebli meint, könnte das daran liegen, das Muslime Aliens sind, denn bevor die ersten sogenannten Gastarbeiter aus den Balkanländern und der Türkei nach Deutschland kamen, waren Muslime in der deutschen Gesellschaft praktisch nicht präsent. Es kann auch daran liegen, dass gerade muslimische Frauen bemüht sind, sich äußerlich deutlich von ihrer Umgebung abzugrenzen, indem sie sich verschleiern. Dass davon nicht jeder Indigene begeistert sein kann, damit sollte man schon rechnen. Nun habe ich es in Ägypten und in Jerusalem auch erlebt, dass ich von arabischen Männern beschimpft, angetatscht und mit Dreck beworfen wurde. Aber dennoch würde ich so schnell nicht auf den Gedanken kommen, dass diese Männer sich gefälligst mit einem Outfit abzufinden hätten, das in ihrer Kultur nicht üblich ist. Jedenfalls habe ich zu diesem Thema keine Jammergedichte verfasst, wie die „Jumanerinnen“ auf der Facebookseite von Cheblis Projekt es tun.
Und ja, ich behaupte steif und fest, verschleierte Frauen sind unterdrückt von einer frauenverachtenden Ideologie, in der sie Menschen zweiter Klasse sind, von denen in der Öffentlichkeit so wenig wie möglich sichtbar sein sollte, oder die, wie Zehra Yilmaz es einmal bei Maischberger erklärte: Das Kopftuch solle die Frau in der Öffentlichkeit möglichst wenig, am besten aber gar nicht reizvoll machen.
Auf wen hören nun aber die Muslime in Deutschland? Auf niemanden, behauptet Frau Chebli. Ein Muslim sei nur Gott gegenüber zur Rechenschaft verpflichtet, so als gebe es keine Islamverbände, keine Imame und keine Freitagspredigten. Bürgermeister Müller sitzt daneben und nickt die plumpe Propagandashow weise ab, sagt Ja und Amen und bescheinigt der Religion an und für sich eine „wichtige, ja auch eine stabilisierende Funktion“. Wie hatte Volksbischöfin Margot Käßmann schon gesagt? Wer Angst vor dem Islam hat, soll mehr in die Kirche gehen. Durch die zunehmende Islamisierung wittern Evangelen und Katholiken seit einiger Zeit wieder Morgenluft.
Von Klerikern kann man so was erwarten. Aber wenn Politiker so anfangen, haben wir ein ernstes Problem.

 

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6 Gedanken zu „Jung, hübsch, weiblich, muslimisch

  1. Ich muß (freundlich gesagt) brechen. Wann können wir die alle rausschmeißen. Im Übrigen gibt es keine Palästinenser, da dies Jordanier sind und aus dem Bewohnen eines hochsubventionierten Landstrichs kann sich kein Volksname herleiten lassen.

  2. Ich habe alle ihre Beiträge gelesen. Und bekomme nicht genug. Vielen Dank für ihren Mut!
    Mir gehts wie vielen, dass ich mich frage, wann der Tag kommt, wo sich mein Volk äh… Die Bevölkerung ( der Regierung nach darf und wird nicht mehr die Bezeichnung Volk verwendet werden) erhebt und diese scheinheilige Leute samt ihrer Unterstützer aus dem Land jagt. Sollte das je geschehen? Nie hätte ich geglaubt, das meine Befürchtungen wahr werden. In den frühenen 90igern nahm ich eine plötzliche Verschleierung junger Frauen und Mädchen in Kreuzberg wahr. Damals fragte ich mich, wohin das allles führt. Bei Gesprächen kam da schon der Gedanke, es könnten irgendwann sogar Bürgerkriegsähnliche Zustände eintreten. Das war damal noch eine Fiktion, die schnell verworfen wurde… Mit einem hilfslosen Lachen…..ach nee nee soweit wird es doch wohl nicht kommen. Das Lachen ist mir schon seit Jahren vergangen und ich überlege, wohin ich auswandern könnte!
    Es ist wie im Märchen, der Igel und der Hase! Egal welches Land man in Betracht zieht… Due Moslems und ihre Untaten sind schon da!!!

  3. Was mich bereits seit etlichen Jahren irritiert: Da gibt es tatsächlich diese hübschen jungen Muslima, die Kopftücher in trendigen Farben tragen , aus feinster Seide, dazu enge Röcke, hohe Schuhe, Lippenstift und Lidschatten usw. Und mir wurde immer verkauft, das Kopftuch diene dazu, ein möglicherweise aufreizendes Äusseres zu verbergen, damit die Dame signalisiert: Nö, ich bin nicht sexy, ich bin voll spirituell. Warum erscheint mir das unglaubwürdig ?! Es gibt mittlerweile nicht mehr nur die Muslima, die aus Angst, Gewohnheit oder wegen Zwang Kopftuch trägt, es gibt eine neue Generation, die das Kopftuch einerseits als poppiges Modeaccessoire und andererseits als Machtsymbol einsetzt.

    Das erscheint mir bigott und kaum weniger kritikwürdig als der Kopftuchzwang. Beides können wir nicht nicht gebrauchen. Weder die Unterdrückung von Frauen durch steinzeitliche Patriarchen, noch die Selbstüberhöhung gebildeter muslimischer Frauen, die signalisieren: wir sind auf dem Vormarsch und ihr seid die Doofen, deren Unis wir gerne frequentieren, deren Modeläden und Talkshows ebenso, die wir aber im Grunde verachten und benutzen. Wenn es passt sind wir entweder die Opfer oder eben die selbstbewussten Vorboten einer schon nicht mehr schleichenden, sondern bereits zügig voanschreitenden Islamisierung.

  4. und am krassesten sind in dieser Hinsicht die vollverschleierten Multimillionärinnen aus den Emiraten, die in Münchens Nobelläden Beute machen. Das ist so bizarr und schräg, dass ein Ausserirdischer denken könnte, es handele sich um eine besonders überzogenen Satire.
    Aber es ist die bittere Realität. Hier treffen ein enthemmter gieriger, prinzipienloser Kapitalismus und eine Steinzeitideologie aufs Feinste zusammen und die Politik schweigt und der schlichte Normalbürger steht fassungslos davor und würgt und ballt die Faust in der Tasche, soll aber Beifall klatschen und begeistert nicken zu diesem Gipfel an Pervertierung aller ehemals „westlichen Werte“.

    P.S Kleine Korrektur: In meinem letzten Kommentar ist ein „nicht“ zuviel.

  5. „Ein palästinensisches Volk gibt es nicht. Die Schaffung eines palästinensischen Staates ist nur ein Mittel, unseren Kampf gegen Israel für unsere arabische Einheit fortzusetzen. In Wirklichkeit gibt es keinen Unterschied zwischen Jordaniern, Palästinensern, Syriern und Libanesen. Nur aus politischen und taktischen Gründen sprechen wir heute von der Existenz eines palästinensischen Volkes, da die arabischen Interessen verlangen, dass wir die Existenz eines eigenen „palästinensischen Volkes“ fordern, um uns dem Zionismus zu widersetzen.“
    PLO-Exekutivratsmitglied Zaire Muhsein am 31. März 1977 (!!) im Interview mit der „Trouw“ (niederlind. Zeitung). Wir werden nicht erst seit Merkel belogen…

  6. Mir tun die unterdrückten muslimischen Männer leid, die das Kopftuch ihrer „Emanzen“ ertragen müssen.
    Noch schlimmer muß es sein mit einem der emanzipierten Biomorhpe ( Burka,Niqab) verheiratet zu sein.
    „Biomorph (Pl. angelehnt an Englisch Biomorphs, seltener Biomorphe; Adj. biomorph; von griech. βίος bíos ‚Leben‘ und μορφή morphé ‚Gestalt, Form‘, „etwas, das einer biologischen Form oder Gestalt ähnelt“)“
    Anders sehen die Vollverhüllten nicht aus. Die Muslime leben demach nicht in einer pa­t­ri­ar­cha­lischen sondern in einer
    ma­t­ri­ar­cha­lischen Ordnung, Das ist mir neu.

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