Was die Generation Best Ager alles überlebt hat

1. Keuchhusten, Mumps, Masern, Windpocken, Scharlach, Röteln

2. Unangeschnallte Fahrten auf dem Vordersitz verkehrsuntüchtiger Personenkraftwagen

3. Fettes Fleisch mit totgekochtem Gemüse und geschmacksneutralen Kartoffeln

4. Zahnbehandlungen ohne Betäubung

5. Kilometerlange Fußwege zur Schule bei Schnee, Nebel, Glatteis, Sturm und Starkregen. Marschgepäck: Ein drei bis vier Kilo schwerer Schulranzen, Brottasche und Turnbeutel (auch als Schlagwaffe geeignet, siehe Punkt 12.)

6. Unbehandelte Hunde- und Katzenbisse

7. Lebensmittel aus nicht-nachhaltigem, chemisch gedüngtem und mit toxischen Insektiziden gespritztem Anbau. Biokost gab’s ausschließlich aus dem eigenen Garten, dafür reichlich: Äpfel, Birnen, Waldmeister, Schnittlauch, Petersilie, Sauerkirschen, Erdbeeren, Johannisbee-ren, Stachelbeeren

8. Zecken

9. Freistil-Geräteturnen ohne Turngeräte. Mangels Schwebebalken und Hochreck nahm man Zäune und Äste, Bodenturnen in geschlossenen Räumen zog gelegentlich zertrümmertes Mobiliar und stark blutende Wunden nach sich

10. Auf gnadenlosen Wettbewerb zur Auslese der Doofen und Schwachen ausgerichtete Spiele, als da wären: Monopoly, Die Reise nach Jerusalem, Völkerball, Fußball, Stadt-Land-Fluss, Schach, Halma, Mühle, 66, Lügenpasch, Tischtennis, Skat, Rommé, Seilspringen, Gummitwist, Scrabble, Der Plumpssack geht um, Halli Hallo etc.

11. Stürze vom Birnbaum, klaffende Schürfwunden von Ausrutschern beim Rollschuhlaufen, Brennesselquaddeln, Stiche von Bienen, Wespen und Hummeln

12. Schläge (Das war richtig Scheiße. Kinder sollte man grundsätzlich nur in Notwehr schlagen)

13. Stundenlanges „Draußenspielen“ weit außerhalb der Sicht- und Reichweite von Erziehungsberechtigten

14. Rangeleien, Demütigungen und Beleidigungen auf dem Schulweg, in der Schule und nach der Schule, heute bekannt als schwer traumatisierendes, Elternabend-relevantes Mob-bing

15. Handy-, İPhone- und Computerlosigkeit. Das einzige Telefon (gelegentlich noch Fernsprecher geheißen) und der einzige Fernsehapparat war in vielen Haushalten heilig und für Kinder tabu

16. Aufbringung von Pockenimpfstoff durch Rasiermesserschnitte des Amtsarztes

17. Hausgemischte Cola aus Waldmeisterbrause und Himbeerbrause. Sah aus wie Cola, schmeckte wie toter Friseur

18. Berge von süßen, fetten und Kohlehydratehaltigen Nahrungsmitteln, die uns von Menschen aufgenötigt wurden, die einen Weltkrieg, wenn nicht zwei überlebt hatten. Da wir Tag für Tag mehrere Stunden Kriegen, Verstecken, Fuß- oder Völkerball spielten oder die dramatischsten Szenen aus „Der Schatz im Silbersee“ und „Prinz Eisenherz“ nachstellten, wurden die zusätzlichen Kalorien verbrannt wie nichts.

19. Schlittenabfahrten mit ausgefallenen akrobatischen Einlagen und infolgedessen ausgeschlagenen Milchzähnen

20. Ein Krampfadergeschwader von Urgroßeltern, Großeltern und Großonkeln, die ihre Vorstellungen von Disziplin bei der Waffen-SS gelernt hatten

21. Abwaschen, Abtrocknen, Küche fegen, Einkaufen, Post und Flaschen wegbringen, Rasen mähen, Garten sprengen, Obst pflücken, Zigaretten holen, Keller entrümpeln

Die sieben größten Fitness-Irrtümer

Frau Antje stößt Bescheid: Die sieben größten Fitness-Irrtümer
Ich habe mich fünfundzwanzig Jahre allein durch Tanzen ernährt, davon fast siebzehn Jahre im eigenen Studio. Seither weiß ich, dass es sehr, sehr schwer ist, sich zu einem regelmäßigen Bewegungsprogramm zu motivieren, dass es kaum eine Frau gibt, die nicht essgestört ist, und dass im Grunde keine einzige Frau existiert, die mit ihrer Figur zufrieden ist. Aus meinem reichen Erfahrungsschatz heraus räume ich auf mit den beliebtesten Irrtümern über Fitness:
Irrtum Nr. 1: Zusammen mit Freundinnen werden Sie es auf jeden Fall schaffen
So, wie Frauen immer gern gemeinschaftlich pinkeln gehen, gehen sie auch am liebsten zusammen zum Sport. Am Anfang, schätzungsweise die ersten drei Male, ist die Motivation groß, der Spaß riesig und der Stolz himmelhoch. Und dann passiert es: Ich kann heute Abend leider nicht zum Kurs kommen. Nö, heißt es sofort, dann komm ich auch nicht … herrlich wenn man erstmal diesen Grund zum fernbleiben hat! Die erste, die ganz abspringt, wird es den anderen garantiert übel nehmen, dass sie durchgehalten haben. Und Sie werden keine Lust dazu haben, als Restmotivierte immer nur allein hinzugehen. Und das war’s dann. Also gehen Sie lieber allein zum Sport und machen sie die Regelmäßigkeit auf gar keinen Fall abhängig von anderen Menschen.
Irrtum Nr. 2: Der Anfang ist immer das Schwerste
Nein, das ist er nicht. Das Schwerste ist das Dabei-Bleiben. Wie viele von hundert Frauen halten einen regelmäßigen Sportkurs mindestens ein halbes Jahr durch? Dreißig. Die anderen siebzig haben längst das verschwitzte Handtuch geworfen.
Irrtum Nr. 3: Damit es mit dem Sport endlich klappt, muss man auch richtig Lust dazu haben.
Nein, das muss man nicht. Ich mache seit dreißig Jahren regelmäßig Sport, davon jahrelang bis zu vierzehn Stunden wöchentlich. Lust dazu hatte ich in den seltensten Fällen. Aber andererseits habe ich auch nie Lust zum Zähne putzen oder abwaschen – aber ich mache es trotzdem. Man sollte sich nie die Frage stellen: Habe ich heute Lust, zum Kurs zu gehen? Man sollte hingehen. Punkt. Wichtig ist allerdings, dass man dabei Lust entwickelt und sich hinterher richtig gut fühlt.
Ist das nicht der Fall, haben Sie noch nicht die richtige Sportart für sich gefunden.
Irrtum Nr. 4: Durch Sport nimmt man ab
Nein, das ist leider nicht automatisch der Fall. Wenn sie hingegen dreimal die Woche regelmäßig Sport treiben und ihre Ernährung radikal umsortieren, wird das mit Sicherheit Einfluss auf ihre Figur haben.
Irrtum Nr. 5: Am besten ist es, man geht von Anfang an in die Vollen
Nein, auf keinen Fall. Erstens ist der Körper dass durch jahrelange Sport-Enthaltsamkeit nicht gewohnt, und zweitens lässt die Motivation dann genauso schnell nach, wie sie begonnen hat (siehe Irrtum Nr. 2). Fangen sie an mit einem Sporttag pro Woche, gehen Sie wirklich regelmäßig hin und halten Sie das ein halbes Jahr durch. Dann legen Sie einen zweiten Sporttag ein – und wenn Sie dann noch einen dritten schaffen, können Sie sich auf die Schulter klopfen.
Irrtum Nr. 6: Diäten bringen ja doch nichts
Ja und Nein. Die berühmten Crash-Diäten, die innerhalb von ein paar Wochen für die perfekte Bikini-Figur sorgen sollen, haben in der Tat den Jojo-Effekt, und nicht nur das: Durch die plötzliche, hausgemachte Hungersnot gerät ihr ganzes System außer Kontrolle, und ihr Organismus wird sich bemühen, die entstandenen Versorgungslücken so schnell wie möglich wieder aufzufüllen. Und damit Ihnen das gar nicht erst einreißt, wird Ihr Körper es obendrein schaffen, dass Sie noch mehr auf den Hüften haben als zuvor. Aber gehen wir zurück an die Quelle: Das griechische Wort „diaita“ heißt nichts anderes als Lebensweise oder Lebensführung. Und die kann man durchaus so gestalten, dass sie den Körper dauerhaft verändert.
Irrtum Nr. 7: Egal was ich esse, ich nehme einfach nicht ab/zu.
Es ist grundsätzlich nicht egal, was man isst. Zuvorderst sollte man aus seiner Ernährung keine Religion machen. Mein Tipp: Kaufen Sie sich ein Kochbuch aus den fünfziger Jahren und studieren Sie die Küchenzettel. Damals wusste man noch ohne wenn und aber, was dem Körper gut tut: Abwechslungsreiche, ausgewogene Mahlzeiten mit Fisch, Fleisch, Obst, Gemüse, Getreide und Milchprodukten, jeden Tag anders und jeden Tag selbst frisch zubereitet. Wenn Sie motiviert genug sind, mal mehrere Kilo abzuspecken, sollten sie nicht hungern lernen, sondern genießen. Nehmen Sie sich ein Beispiel an den schönen Französinnen und Italienerinnen: Beim täglichen mehrgängigen Menu hält Madame sich nicht zurück, und Signora Sofia Loren schwört nach wie vor auf „Pasta e amore“. Üben Sie sich in der edlen Kunst des selbst gewählten Verzichts. Schreiben Sie einmal eine Woche lang auf, was und wie viel Sie täglich essen und überlegen Sie, ob’s nicht eventuell anders geht. Seien Sie dabei ehrlich! Zum täglichen Verzehr völlig ungeeignet, wenn man die Figur behalten will, sind:
  • in viel Fett gegarte Nahrungsmittel wie Pommes frites, Chicken Nuggets, Doughnuts, Berliner etc.
  • Pizza
  • Kuchen, Kekse und Croissants
  • Schokolade (auaaa!), Eiscreme und andere Süßigkeiten
  • Gezuckerte Limonaden (gewöhnen Sie sich an Mineralwasser als Standardgetränk)
  • Knabberzeug. Nichts macht Sie nachhaltiger und schneller übergewichtig, als abends vor dem Fernseher Chips und Salzknabbereien zu konsumieren
Natürlich sollen Sie auf gar keinen Fall für den Rest Ihres Lebens auf diese Köstlichkeiten verzichten, aber vom täglichen Konsum sollten Sie sich verabschieden. Fangen Sie mit kleinen Schritten an und schaffen Sie sich so erste Erfolgserlebnisse. Falls Sie nicht kochen können, lernen Sie es. Vermeiden Sie, sich anstelle von Knabbereien und Süßen Snacks an rohem Obst, Nüssen und Trockenfrüchten schadlos zu halten, weil dies „gesünder“ ist. Nicht jeder kann Rohkost gut vertragen und Nüsse und Trockenobst sind sehr kalorienhaltig. Vertilgen Sie nicht die Reste von den Kindern/Enkelkindern. Sagen Sie auch nicht, dass es schade wäre, weil anderswo die Menschen hungern. Wenn Sie sich noch einen Berg Kartoffelpü mit Soße zu Gemüte führen, lindert das die Not in den Krisengebieten der Welt auch nicht.
Und ja, ich weiß, es gibt Massen von Weibern, die sich vorzugweise von all den Dingen ernähren, die ich oben aufgeführt habe und die trotzdem Topmodel-Figuren habe. Keine Sorge, die hasse ich auch.