Gekommen um zu siegen: Laila Mirzos Manifest über die Unvereinbarkeit des Islam mit unserer Kultur

 

Lese ich Dein Buch, liest Du mein Buch: Dieser Tage sandte ich „Tanz im Orientexpress – eine feministische Islamkritik“ nach Linz und erhielt dafür Laila Mirzos vorzügliches Buch „Nur ein schlechter Muslim ist ein guter Muslim – Über die Unvereinbarkeit des Islam mit unserer Kultur“.

Die in Damaskus geborene Autorin, Tochter einer deutschen Mutter und eines syrischen Vaters, den sie selbst als liberal bezeichnet, aufgewachsen auf den Golanhöhen, hat mit diesem Buch keinen Weckruf verfasst. Es ist es vielmehr ein laut schallender Warnschrei.

Wie der Titel vermuten lässt, hält Laila Mirzo sich nicht mit Zwischentönen, Relativierungen oder Einerseits-Andererseits-Abwägungen auf. Ihre Feststellungen sind schriftgewordene Fanfarenklänge. Und nie waren diese so notwendig wie heute, wo im nächsten Monat auf der Konferenz der Vereinten Nationen in Marrakesch der „Globale Pakt für sichere, geordnete und reguläre Migration“ angenommen werden soll.

„Der Islam ist nicht nach Europa gekommen, um nur zu bleiben. Er ist gekommen, um zu siegen“ stellt Mirzo fest und verweist auf die viele Jahrhunderte währende Geschichte der islamischen Eroberung in Europa. So entlarvt sie die angeblich so tolerante Epoche des andalusischen Emirats von Cordoba, dass sich zwar durchaus auch durch wissenschaftliche und geistige Blüte auszeichnete, aber dennoch Juden und Christen nur als Menschen zweiter Klasse duldete, von denen die Muslime Schutzgeld erpressten wie später die Mafia, als Mythos der Islamapologeten.

„Intellektuell ist der islamische Kulturkreis ein Fall für den Insolvenzverwalter“, so lautet eine von vielen herrlichen Formulierungen. Die Ausbreitung des Islam, seine zunehmende Machtentfaltung sieht Mirzo schlicht als „die größte Bedrohung des Friedens in Europa seit dem Ende des kalten Krieges“. Der Islam sei keineswegs hierhergekommen, um sich anzupassen, sondern um Europa zu bevölkern.

Die Autorin lässt keinen Zweifel daran, dass die Gefahr einer Entwicklung hin zum nächsten europäischen Kalifat unter Umständen nur eine Frage der Zeit sein kann: „Europa wird nicht länger Teil der freien Welt sein.“ Erdrückend geradezu, wenn Mirzo in diesem Zusammenhang zurecht die rasante religiöse Umwälzung der Türkei erwähnt: „Die Türkei unter Recep Tayyip Erdoğan ist das Paradebeispiel für das Scheitern des Islam, die Unfähigkeit, sich an die Moderne anzupassen.“ Ein Mahnendes Menetekel für Europa!

Das Buch warnt dringend vor falsch verstandener Toleranz und Unkenntnis über den Islam und klärt umfassend darüber auf, dass die Scharia, das muslimische Rechtsverständnis, längst Eingang in Europa gefunden hat. Wenn Kinderehen geduldet werden, ebenso wie Kopftücher in Schulen und in der Werbung, wenn hingenommen wird, dass muslimische Männer Frauen den Handschlag verweigern, wenn deutsche Gerichte die Verbrechen muslimischer Täter als „kulturell bedingt“ entschuldigen und dementsprechend mildere Strafen verhängen, haben wir es in unserem Land nicht mit dem von Aydan Özuğus angedrohten täglich neu ausgehandelten Zusammenleben zu tun, sondern mit der Scharia.

Auch die seit der Silvesternacht von 2015 stetig gewachsene Bedrohung der sexuellen Selbstbestimmung von Frauen, die Taharrusch-Rituale, Vergewaltigungen, Totschläge, Messerangriffe und sexuellen Übergriffe und die stetig um sich greifende Verunsicherung sei ganz im Sinne der Scharia. Eine anständige Frau bleibt am besten im Haus, wo ihr nichts passiert (jedenfalls nicht durch fremde Männer) und wo sie in guter orientalischer Tradition sowieso hingehört.

„Die Frauenrechte sind zu einem Kalender geworden, von dem jeden Tag ein Blatt abgerissen wird“. Aber nicht nur der Hass auf Frauen, auch der muslimische Hass auf Juden ist eine ernsthafte Gefahr. Er „braucht aber keinen politischen Konflikt im Hintergrund, im Islam gehört er zum Selbstverständnis“, und die Autorin warnt gar vor der Möglichkeit eines „antisemitischen Flächenbrandes“ und fürchtet, dass die Verleugnung dieser Bedrohung dazu führen könnte, dass der Islam „zu Ende bringen wird, was Eichmann begonnen hat, nämlich Europa „judenfrei“ zu machen.“

Keine leicht verdauliche Lesekost, zweifelsohne. Aber auch keine bloße Zustandsbeschreibung und Warnschrift. Denn eine mögliche Abwendung des Unheils sieht Mirzo durchaus: in der Liberalisierung, Entpolitisierung und Säkularisierung des Islam durch die Muslime selbst.

Und darin, dass Europa aufwacht, umkehrt und sich endlich wieder auf die Werte der Aufklärung besinnt: „Wenn wir in allen öffentlichen Lebensbereichen, wie Schulen, Universitäten, Justiz oder Medien, die Botschaft der Aufklärung und des Humanismus konsequent transportieren würden, würde eine „Islamisierung“ daran abprallen. Sobald wir als Staat und auch als Zivilgesellschaft wieder aktiv hinter unseren demokratischen Grundwerten stehen, ist für den radikalen Islam mit Europa kein Staat zu machen“.

Dennoch verschlingt man das Buch in gierigen Happen. So soll es sein.

 

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Staatspreis für herausragende Leidensfähigkeit

Was Entsetzliches dabei herauskommen kann, wenn Mami ein Leben lang die beste Freundin ist, immer Biobreichen gefüttert, die Kinder bis zur Pubertät aufs Klo begleitet und als Kernkompetenz Mülltrennung vermittelt hat, sehen wir am Beispiel der Jungen SPD Freiburg: https://www.facebook.com/spdfreiburg/?eid=ARDmZMvhW9hESo1cYj3GVXdKMmzMfaLr2v8GaPPisQzoKH91_oDJ0rqpVliFR19uhi4bnNeTevlLOEn_

Der bärtige, bebrillte Hipster, der sympathische Basecapträger mit Überlänge und die rotbezopfte Parkaträgerin, da bin ich sicher, meinen es bestimmt nur ganz, ganz dolle gut.

Ähnlich wie ihr Freiburger Oberbürgermeister Martin Horn pusten sie strunzdämlich ins gleiche Horn. Eine junge Frau wurde auf die denkbar widerwärtigste Art unter Drogen gesetzt und über Stunden von mehrheitlich polizeibekannten syrischen Straftätern vergewaltigt. Die Verbrecher sind als Schutzbefohlene in dieses Land gekommen, wurden behütet, versorgt und alimentiert und bedankten sich bei Land und Bürgern mit Gewalttaten, Drogenhandel und Sexualverbrechen, und den Dorfpolitikern fällt tatsächlich nichts anderes ein, als zu fordern, die Straßen ihrer Stadt nicht den Rechten zu überlassen.

Für die SPD heißt es in dem unsäglich peinlichen Aufruf, sei die sexualisierte Gewalt schon lange ein Thema. Ihre Gedanken seien bei dem Opfer und dessen Familie. Gleichzeitig, so brabbelt der lange Linksaußen grinsend, stelle man sich bei allem Entsetzen gegen rechte Gruppierungen, die versuchten aus diesem Vorfall Kapital zu schlagen.

Merken die eigentlich noch was, oder sind die tatsächlich so doof? Leider ja. Denn dass ihnen dieses Verbrechen am Arsche vorbeigeht und sie die Gelegenheit am Schopf ergreifen, um linkes Kapital (oder was immer sie für links halten) daraus zu schlagen, ist für jeden offensichtlich, der seinen Namen in den Sand kratzen kann. Glücklicherweise sind die Freiburger noch nicht zu dämlich, um dieses kindische Spiel zu durchschauen. Auf facebook brach darob der verdiente Shitstorm aus. Ein besonders authentischer Facebook-Kommentar von einer Frau, von der man sich sofort adoptieren lassen möchte, lautet denn auch:

„Der Hinweis, dass mindestens 40% der Frauen schon mal Opfer einer sexualisierten Straftat wurden und meist Täter aus dem Umfeld beteiligt wären, ist eine Frechheit. Will man so eine Gruppenvergewaltigung schönreden? Die junge Frau hat wohl keine Ahnung wovon Sie spricht.Das Empathielose herunterrattern des Textes hätte ebenso gut von Siri verlesen werden können, oder der junge Mann die Hände aus den Hosentaschen nehmen können.Schämt ihr euch gar nicht? Ihr seid eine Schande für jeden mitfühlenden Menschen!

Und da legt sie den Finger auch wirklich direkt in die Wunde.

In Indien, einem Land, das nicht gerade durch hohe Wertschätzung von Frauen bekannt ist, gingen nach ähnlichen Verbrechen Massen von Menschen auf die Straße, um gegen das zu protestieren, worum es wirklich geht: Sexuelle Gewalt gegen Frauen. https://www.sueddeutsche.de/thema/Vergewaltigung_in_Indien.

In Italien schlug die römische Bürgermeisterin Virginia Raggi vor, am Tag der Staatsbeerdigung der sechzehnjährigen Desirée Mariottini, des Opfers der Gruppenvergewaltigung und Ermordung vom 19. Oktober 2018, einen Trauertag zu verhängen.

https://www.ilmessaggero.it/italia/desiree_raggi_giorno_funerali_lutto_cittadino-4063599.html

In Deutschland hingegen versagte man selbst den Opfern des Terroranschlags vom Breitscheidplatz den Respekt. Von den Opfern krimineller Asylbewerber, wie Maria in Freiburg, Mia in Kandel und etlichen anderen gar nicht erst zu reden. Für die Eltern der bestialisch zu Tode gequälten Maria gab es sogar den ersten Staatspreis für angewandtes Märtyrertum und besondere Leidensfähigkeit. Von einer Frau im TV-Bürgerdialog auf die prekäre Sicherheitslage für Frauen in der Öffentlichkeit hingewiesen, bügelte Kanzlerin Angela Merkel diese zurecht vorhandenen Sorgen rüde mit einem „Vergewaltigungen gabs ja auch schon vorher“ ab.

Als die Alliierten fassungslos vor dem Grauen von Auschwitz, Treblinka und Bergen-Belsen standen, erhoben sie zurecht die Frage, wie es nur sein konnte, dass das Volk der Dichter und Denker, das Land, das Kant und Hegel, Goethe und Schiller, Bach und Händel hervorgebracht hat, nur zu solch beispielloser Grausamkeit fähig sein konnte. Mit nationalistischem und rassistischen Größenwahn und dem berühmten preußischen Kadavergehorsam allein war das Unfassbare nicht zu erklären. Aber bei einer Ursache war man sich recht schnell einig. Hitlers willige Vollstrecker zeichnete vor allem eines aus: Die völlige Unfähigkeit zum Mitleid.

Die #unteilbaren Dichter und Denker

Der Wandsbeker Markt ist das Einkaufsparadies des Hamburger Ostens, des traditonellen Wohngebietes des Proletariats, während in den Villengebieten des Westens, in Blankenese und Othmarschen Unternehmer, Kaufleute und Senatoren hausen.

Meine Urgroßmutter war dort Stammkundin und ein äußerst zäher Besen. Sie, ihre vier Schwestern und zwei Töchter wurden alle über 95 Jahre alt. Sie zog acht Kinder groß, und das mit einem im I. Weltkrieg versehrten Mann, aber dafür ohne Waschmaschine und Geschirrspüler, mit Pumpe auf dem Hof und einem Schwein im Hintergarten. Mit rund siebzig Jahren fuhr sie immer noch mit dem „Rhabarberexpress“, der Straßenbahn, die hinaus nach Bramfeld führte, zum Wandsbeker Markt zu Karstadt und kaufte ein solides hölzernes Waschfass, das sie im Alleingang nach Hause schaffte.

1988 wurde das Einkaufszentrum „Quarree“ am Wandsbeker Markt eröffnet, und seitdem geht es im Sinne des zeittypischen Strukturwandels konsequent bergab. Einzelhandelsgeschäfte mit höherklassigem Warenangebot sind nach und nach verschwunden, Billigboutiquen und Imbissketten herrschen vor, Karstadt verramscht hier die Ware, die der Rest Hamburgs nicht haben will, Buchläden sind geschlossen. Dönerimbisse und Shishalokale beherrschen das Straßenbild. Und, wie könnte es anders sein, ein Drittel der weiblichen Klientel ist verschleiert. Darunter sind Jahr für Jahr mehr deutsche Konvertitinnen zu beobachten, die nicht nur sich selbst, sondern auch minderjährige Töchter in stramme bunte Tücher wickeln.

Das Wandsbeker Quarree passt also wie eh und je zu seiner Klientel wie der Arsch auf den Eimer.

Während in Köln die nächste antisemitische Straftat geschah, https://www.express.de/koeln/wegen-flagge-mit-davidstern-uebergriff-bei-pro-israelischer-mahnwache-in-der-suedstadt-31437790 gingen derweil in Berlin 240.000 Menschen gegen „Rassismus“, „Hass“, und „islamophobe Hetze“ auf die Straße. Sie hinterließen tonnenweise Müll und bei mir die allumfassende Frage: Warum tun sie das?

Gut, zum Teil wird es wohl am unherbstlichen Sommerwetter gelegen haben. Aber dennoch bleibt die Frage, warum man in dem Land, das weltweit die liberalste Einwanderungspolitik hat, dessen Bevölkerung schon bald zu einem Viertel aus Menschen mit Migartionshintergund bestehen wird und wo Kopftuchträgerinnen problemlos ihren Pascha in der nächsten Shishalounge parken können, während sie bei Karstadt für Töchterleins ersten Krabbelgruppenbesuch hübsche bunte Kopftücher kaufen, überhaupt einen Handlungsbedarf hierfür sehen.

Außenminister Heiko Maas überschlug sich vor Begeisterung:“Wir lassen uns nicht spalten“, so hieß das Motto, und zwar von einer Handvoll randrechter Neonazis. Da man den Fall Beate Zschäpe medial schon bis zum Abwinken ausgelutscht hat, soll jetzt ein Haufen Chemnitzer Spinner, die sich „Revolution Chemnitz“ nennen und größenwahnsinnig den „Umsturz“ planten, für Nachschub sorgen. Ach, kommt schon, Leute. Ernsthaft? Ist das ein Grund, sich aufzuführen, als stünde der nächste Reichstagsbrand und der Anschluss Österreichs unmittelbar bevor?

Nein, natürlich nicht. Es geht lediglich um Identitätststiftung und moralische Selbstüberhöhung, wie schon immer. Nichts liebt der Deutsche mehr als sein deutsches Kollektiv. Und so marschierte man denn als #unteilbare Nation fest geschlossen mit Islamisten, grauen Wölfen, Linksfaschisten und Antisemiten im ruhigen, festen Schritt. „Nein zu Hetze gegen Muslime“, war auf Transparenten zu lesen, auch „Omas gegen Rechts“ oder „Einhörner gegen Rassismus“ und, mein persönlicher Favorit „strafverteidiger*innen warnen: strafe schadet der gesellschaft“. Nicht vorenthalten möchte ich auch das folgende schöne Poem aus unserem Land der Dichter und Denker:

#wirsindmehr

wir sind hier

#unteilbar

das Volk sind wir

Nazis, Hools und Pegioten

sind heut in Berlin verboten

#niewiederrechts

ein Kampf mit Ehre

Vielfalt statt Einfalt heißt die Lehre

Hass und Gewalt sind die Gefahr

deshalb die Demo #unteilbar.

Früher haben Politiker noch lange überlegt, ob sie es wirklich riskieren können, sich selbst, die eigene Partei oder die Bundesregierung komplett zum Affen zu machen. Heute gibt es leider Twitter, und Ralle Stegner muss entweder hackedicht gewesen sein oder er ist geistg auf dem Niveau seines Lookalikes https://en.wikipedia.org/wiki/Beaker_(Muppet ) angelangt.

Anders als mit selbstverliebter Toleranzbesoffenheit lässt sich der ganze Irrsinn irgendwie nicht mehr erklären. Die Menschen kennen es ja auch garnicht anders. In der Kita gibt es schon Halalessen und verschleierte Erzieherinnen, in der Grundschule müssen sie sich über Kopftuchmädchen und deren prügelnde Rabaukenbrüder freuen, weil die Lehrer das so wollen. Sie lernen ganz früh, das „Hass“ ganz böse ist und „Gewalt“ keine Lösung, dass „Kriege noch nie etwas gebracht“ haben und dass „bunte Vielfalt“ das einzig Wahre ist. Und bunt ist die Welt für Beschränkte im wesentlichen da, wo Frauen verschleiert werden.

Diese biobreigepamperte Generation, die von Helikoptermüttern bis zum sechzehnten Lebensjahr auf Klo begleitet werden muss und allein nicht mehr zur Uni findet, kann als Kernkompetenz den Müll trennen, aber kaum noch den eigenen Namen in des Sand kratzen. Woher soll’s auch kommen? Die Schule lehrt halt das, was sie für richtig hält. Eine Berliner Mutter hat mir erzählt, wie ihre Teenagertochter völlig verstört nach der ersten offiziellen Stunde zum Thema Sex nachhause gekommen sei. Es wurde als lockerer Einstieg Memory gespielt. Aber weder Tiermemory noch Blumenmemory, sondern sexuelle-Devianzen-Memory. und so erfuhr Töchterlein, dass es Koprophagie gibt – Männern also, die feste Ausscheidungen von Frauen essen. Ja, so geht Pädagogik, die sexuelle Welt ist nunmal kein Glücksbärchiland, dass kann Frau gar nicht früh genug lernen.

Man braucht gar keine Statistiken, keine überintellektuellen Analysen zur Lage der Nation. Wer einen Blick in die Zukunft tun will, der gehe ins Wandsbeker „Quarree“. Wer wissen will, wie es dazu kommen konnte, der blicke nach Berlin.

https://www.merkur.de/politik/berliner-unteilbar-demo-250-000-menschen-feiern-party-fuer-weltoffenes-deutschland-zr-10325014.html

Das gibts nur in Peccioli!

Toskana-Touristen kennen Pisa und Lucca, Florenz und Siena, Pienza und Montepulciano.

Aber wer kennt eigentlich Peccioli?

Die kleine Stadt liegt zwischen Pisa und Volterra, steht in keinem Reiseführer und ist eine Perle.

Der Tourismus hat Peccioli nicht entdeckt, was bekanntlich Vor- und Nachteile hat. Wenn man selbst als Touristin unterwegs ist, kann man sich zwar über den Tourismus schlecht aufregen – es lässt sich aber nicht leugnen, dass er seine Schattenseiten hat. Andererseits hat er vielen verarmten, heruntergekommenen Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit und brachliegender Infrastruktur in Italien zu neuem Glanz und Wohlstand verholfen, so den malerischen Cinque Terre in Ligurien. Als ich dort vor über dreißig Jahren zum ersten Mal bei einer Bergwanderung über den Marktplatz des Städtchens Corniglia stolperte, erregte ich noch so viel Aufsehen wie ein Unbekannter, der plötzlich im eigenen Wohnzimmer steht und den freien Blick auf den Fernseher blockiert. Diesen verschlafenen, unerschlossenen Charme hat Peccioli sich bis heute bewahren können.

Peccioli liegt auf einer felsigen Anhöhe mit herrlichem Weitblick ins Umland. 1988 hat der Ort es ordentlich krachen lassen und Städtepartnerschaft mit Ellnhofen geschlossen, weshalb direkt neben der alten Kirche am Marktplatz ein gelber deutscher Wegweiser angebracht ist: Ellnhofen 951 km. Es gibt am frühen Abend noch zwei Bars, die geöffnet haben, in einer von ihnen trinken wir einen Espresso. Alte Männer sitzen wie aus Stein gemeißelt davor und recken neugierig die Köpfe: Wer kommt denn da? Außerdem gibt es in den engen mittelalterlichen Gassen mit den hohen, düsteren Hausfassaden ein Haushaltswarengeschäft mit entzückend kitschigen Pecciolisouvenirs (!), einen Friseur, Zeitungsläden, zwei Ristorantes, von denen das eine geschlossen, das andere pleite ist, Obst- und Gemüseläden mit dem landestypisch hervorragenden Angebot herrlichster Erzeugnisse und eine chaotische Boutique.

Im Wirrwarr des Angebots entdecke ich draußen auf der Straße eine Jacke, eine wirklich schöne Wollfilzjacke, italienisches Fabrikat, gar nicht teuer. Ich entere den Laden und verkünde, dass ich gern die gelbe Jacke da draußen anprobieren möchte. Die Besitzerin überschlägt sich fast vor Begeisterung, nadelt die Jacke vom Bügel los und scheucht die schwatzenden Nachbarinnen beiseite, los, los, macht den Abgang hier, die Dame will sich im Spiegel sehen können, und hebt im Vorbeirauschen eine Schaufensterpuppe auf, die mit dem Gesicht flach auf dem Boden liegt. Ja, das sei eine sehr schöne Jacke, molto speciale, aber na los, wir sollen mal was erzählen! Wo wir herkommen, wieso ich Italienisch spreche, wo wir untergekommen sind? Volterra? Wahnsinn. Und heute seien wir in Pisa gewesen? Fantastisch! Wie denn das Wetter so in Hamburg sei, und im September sei es in Peccioli so kalt gewesen, dass die halbe Stadt ihr die Bude eingerannt und nach Daunenjacken gefragt hätte. Von ihren in die Gegend geschrienen Urlaubssegenswünschen begleitet, setzen wir das Sightseeing fort.

Man hat originellerweise ein Heer junger Künstler auf das Städtchen losgelassen, denn überall stößt man auf die überraschendsten Installationen. Das ist eigentlich ein Begriff, bei dem es mir kalt den Rücken herunterläuft und ich immer an ein befreundetes Pärchen aus Kassel denken muss. Beim Besuch der „documenta“ schoben sie einmal ihren Kinderwagen in irgendeine Ecke und konnten ihn Stunden später kaum der Expertenkommission entreißen, die gerade dabei war, herauszufinden, was ihnen der Künstler mit dieser Installation hatte sagen wollen.

Doch die in Peccioli integrierten modernen Kunstwerke sind schlicht grandios. Nichts ahnend dreht der Besucher sich um und wird plötzlich von der alten Stadtmauer herab aus tausend Augenpaaren beobachtet – einer Fotoinstallation. Ein Kruzifix über einem Eingang entpuppt sich bei näherem Hinsehen als ganz und gar heidnisches Kunstwerk mit nackten, verschlungenen Leibern; da und dort hängt einem plötzlich eine Plastik über dem Kopf und in den für toskanische Hügelstädte typischen, wegen des Platzmangels eingerichteten tunnelartigen Durchgängen gibt es beim Betreten psychedelische Lichteffekte. Aber das Beste steht noch bevor. Auf der anderen Seite der Stadtmauern überrascht der Anblick eines steinernen Riesen, der in einiger Entfernung aus der Erde zu kriechen scheint. Surreal ist gar kein Ausdruck.

Als wir um die Ecke auf ein ruhiges Plätzchen einbiegen, finden wir folgendes vor: Vier ältere italienische Damen plus vier italienische Katzen, von denen zwei ständig wie siamesische Zwillinge miteinander verknotet sind. Als ich der Getigerten über den Kopf streichen will, langt sie mir eine. Mit Samtpfote, was bei den Damen erhebliche Heiterkeit auslöst. Und wenn ich Ihnen jetzt sage, dass letztes Jahr, als wir das Städtchen entdeckten, am selben Ort dieselben vier Damen mit denselben Katzen saßen und dieselbe Katze mir damals schon eine langte und dieselbe Reaktion auslöste, werden Sie vielleicht sagen, ich spinne. Es war aber so. Sowas gibt’s eben nur in Peccioli.

Wo die Schweiz noch richtig arm war

Armut ist zweifelsfrei nicht das Erste, was bei einem Aufenthalt am Lago Maggiore ins Auge sticht. Wenn bei Bucherer in Locarno die Brillis im Schaufenster funkeln, dass man davon fast Kopfschmerzen bekommt; wenn in den Chocolaterien das sattbraune, duftende Hüftgold lockt und in den Grotti, den lokalen Restaurants, die Vorspeisen bei 25 CHF anfangen (Kastaniencrespelle mit Ziegenkäse und Tessiner Berghonig), fällt einem der Begriff Armut nicht so ohne weiteres ein.

Und doch war die Armut hier lange Zeit ein Thema, um die Ecke in den schwer zugänglichen Tälern, dem Centovalli, dem Maggia- und dem Verzascatal. Die Bergwelt hier ist einsam und herzzerreißend schön, wilde Flüsse und Wasserfälle stürzen gnadenlos zu Tal und sorgen für Canyonlandschaften, die den Vergleich mit Montana und Arizona allemal aushalten.

Die türkisblaue Verzasca hat man mittlerweile durch einen 220 m hohen Staudamm am unkontrollierten Überlaufen gehindert. Auch aus anderen Gründen wird das Verzascatal das „Wildeste Tal der Schweiz“ genannt. Das ist nicht nur dem unverständlichen italienischen Dialekt mit seinen verschluckten Endvokalen und seinen für das Romanische gänzlich unüblichen Umlauten zu verdanken – die Berge, im Italienischen sonst „monti“, heißen hier in einer Art Plattitalienisch „mött“. Das von tief abfallenden, felsigen Bergen umgebene Wildwassertal ist ein Refugium für seltene Tier- und Pflanzenarten, wie die blau-grüne Smaragdeidechse, die aussieht, als käme sie direkt vom Amazonas; die unter Umständen tödlich giftige Aspisviper und riesige Greifvögel.

Wer sich eine Vorstellung davon machen will, wie einfach die Bewohner dieser Täler einmal lebten, muss nur einen Blick auf ihre Häuser, die „Rustici“ werfen. Kommt man geradenwegs aus dem kunstbeflissenen Ascona oder dem mondänen Locarno, könnte die Überraschung beim Anblick dieser Urbauten kaum größer sein. Etwa so, als käme man aus Manhattan herüber nach New Jersey, um festzustellen, dass die Bewohner dort noch im Pfahlbau leben. Aus roh zurechtgehauenem, graugefleckten Felsgestein aufgeschichtet, drängen sich die urtümlichen Häusschen dicht an dicht in den Dörfern zusammen, auf den ersten Blick eher beklemmend als malerisch. Als die ersten Höhlenbewohner auf die Idee kamen, sich doch vielleicht eine auf die Dauer etwas komfortablere und weniger feuchte Wohnstatt selbst zu konstruieren, dürften diese Behausungen ungefähr so ausgesehen haben, wie die Tessiner Rustici. Über einer simplen, einstöckigen Konstruktion durabler Stützbalken werden die flachen Steine nahezu lichtdicht zu vier Wänden mit maximal zwei winzigen Fensterluken aufgeschichtet. Und zwar als Trockenmauerwerk, will sagen ohne Mörtel, was ich als Tochter eines Maurer- und Fliesenlegermeisters einfach nicht kapieren kann. Oben wurde geschlafen, unten gekocht und gelebt, im Winter beschränkte man sich auf unten, weil es oben zu kalt war. Aber das ganze hielt. Sogar mehrere hundert Jahre lang.

Das Leben dieser Bergbauern bestand in einfachster Subsistenzwirtschaft. Ein Maisfeld, ein kleiner Weinberg, ein Obst- und Gemüsegarten, ein paar Ziegen. Die Verzascana nera, die schwarze Verzascaziege, ist mittlerweile durch Nachzucht wieder zu bewundern. Die glücklichsten konnten es sich leisten, ein Schwein zu mästen, das zu Anfang des Winters geschlachtet wurde und für ein Jahr für Wurst und Schinken sorgte. Die krümelige weiße Schicht auf der echten Tessiner Salami, lerne ich bei dieser Gelegenheit, besteht übrigens aus veritablem Schimmel. Grundnahrungsmittel war Polenta, berühmt war „Mazzafam“, der Hungertöter aus Kartoffel-Polentamischung. Hinzu kamen die Edelkastanien, die einem bei Wandern nur so um die Füße rasseln und sich im Oktober beinahe schaufelweise einsammeln lassen. Was man auch tun sollte, denn kreuzweise angeschnitten und drei Minuten in der Mikrowelle geröstet, schmecken sie köstlich mit kühlem Weißwein. In vergangenen Jahrhunderten waren sie noch kein Snack, sondern überlebenswichtig, man buk aus ihrem Mehl Brot und Kuchen, die köstlichen Früchte landeten in Suppen und Eintöpfen, all das wird heute noch betrieben und ist absolut empfehlenswert. Man ließ überhaupt nichts aus, was die Natur hergab, fing Forellen und Singvögel, sammelte Beeren und Pilze.

Sobald aber eine Dürre- oder Regenperiode die Ernten bedrohte, war die Not im Nu groß. Riesengroß. Denn dann brachen nicht nur Hunger und im schlimmsten Falle Seuchen aus, dann schlug die Stunde skrupelloser, von keinerlei Moral belasteter Menschenhändler. Diese zogen durch die bitterarme Region und handelten den verzweifelten Bauern ihre Söhne ab, je schmächtiger und jünger, desto besser. Für eine einmalige Ablösesumme und ansonsten nur Kost und Logis, wurden die Knaben nach Mailand verfrachtet, um dort Kamine zu kehren, eine ungesunde, ja mörderische Arbeit in Sklavenartigen Verhältnissen. Viele Eltern sahen ihre Söhne niemals wieder.

Die Schriftstellerin Lisa Tetzner hat diesen Stoff im Jugendbuchklassiker „Die Schwarzen Brüder“ verarbeitet, und verfilmt wurde er mit Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle des Schurken Antonio Luini. Das Buch hat ein Trost spendendes Ende: Der verloren geglaubte Sohn kehrt als junger Lehrer mit seiner Frau ins Verzascatal zurück, gründet die erste Schule und macht sich stark für den Straßenbau, der den Fortschritt bringen soll. In der Realität ließ die neue verkehrstechnische Erreichbarkeit die Menschen in Scharen aus den engen Tälern fliehen, weil das Leben einfach zu hart war. Das „Museo dello Spazzocamino“, das Schornsteinfegermuseum, erinnert noch heute an diese pechschwarzen Zeiten.

Heute sind die einst menschenleeren Täler vom Tourismus belebt, vom Wohlstand erhalten und bestens in Schuss. Die Rustici, winterfest gemacht, schick ausgebaut und mit jedwedem Komfort der Neuzeit einschließlich W-Lan ausgestattet, sind beliebte Feriendomizile und selbst Wohnhäuser für Schweizer, die auf allzuviel Platz verzichten können. Die Täler sind ein begehrter Tummelplatz der Sportler und Wochenendausflügler; Paraglider, Biker, Wanderer, Kletterer, Paddler, Schwimmer und Sonnenbader sind unterwegs. Die ganz Mutigen springen von der bezaubernden zweibogigen Brücke über die Verzasca bei Lavertezzo http://www.edonna.it/viaggi/le-maldive-di-milano-il-paese-di-lavertezzo-in-svizzera_23495/ etliche Meter in die Tiefe, die völlig Durchgeknallten lassen sich vom Bungeeseil vom 220m hohen Staudamm herunterfallen.

Dennoch, wenn man die Dorfplätze mit ihren Kieselsteinbelag betritt, mit den grauen Rustici und den Brunnen, die wie Einbäume aus ausgehöhlten Felsquadern bestehen, dann steht die Zeit so still wie nur irgend möglich.

Mein erster Shitstorm

Wow. Diese Woche hatte ich meinen ersten Shitstorm. Jeder fängt mal an. Was war passiert? Ich hatte diesen Artikel https://bazonline.ch/ausland/europa/spanien-hat-das-tor-wieder-weit-geoeffnet/story/19908671 der Baseler Zeitung auf facebook verlinkt. In Anbetracht der Tatsache, dass diese vor Gesundheit und Kraft strotzenden jungen Männern, die sich offensichtlich vor Freude darüber fast einnässen, den doofen Einwanderungsbehörden ein Schnippchen geschlagen zu haben und diese bald vor unserer Tür stehen und Asyl beantragen werden, obwohl ihnen das in 95% der Fälle nicht zusteht, ging es mit mir durch.

Mein Kommentar wurde einmal von facebook gelöscht, dann wieder zugelassen, dann von mir gelöscht, da ich der Pöbeleien müde war.

Sinngemäß war es in etwa Folgendes: Ich wies darauf hin, dass diese gut aussehenden Kraftpakete nicht von vornherein als Opfer zu betrachten seien, dass sie daheim Frau, Kinder und Familie zu ernähren hätten, dass es in ihrer Heimat kaum Liebesheiraten, aber dafür fest gefügte Rollenbilder gebe und ich meine Geschlechtsgenossinnen in diesem Sinne nur warnen könne. In dreißig Jahren Mulitkulti habe ich einfach zuviel Elend durch Scheinehen miterleben dürfen, zuviel psychische Zusammenbrüche und stationäre Aufenthalte, zuviel Privatinsolvenzen, zuviel Gewalt gegen Frauen und Kinder.

Außerdem bezeichnete ich das erstaunlicherweise gerade bei weiblichen Antirassistinnen bestehende Vorurteil von afrikanischen Männern als besonders gut ausgestatteten und potenten Liebhabern als das was es ist, nämlich als rassistisches Vorurteil.

Das war’s.

Einige Zeit später erreichten mich Mails mit Screenshots. Erboste facebook-Freunde fragten mich, ob ich schon mitgekriegt hätte, was da in Gang sei. Ob der jetzt durchgedreht sei, oder wie, oder was?

Nur soviel: der Spross eines alten baltischen Adelsgeschlechtes, der sehr lobenswerte Sozialarbeit im nahen Osten leistet und unlängst den Baronstitel abgelegt hat, damit ihn seine Anhängerschaft als einen der ihren anerkennen kann, hatte von meinem Posting ein Screenshot eingestellt, um vorzuführen, was „die recht bekannte Autorin“ da für eine hirnverbrannte rassistische Megascheiße produziert hätte. Und so kam, was kommen musste.

Shitstormerfahrene Politiker machen es richtig. Sobald es losgeht, gehen sie in Deckung, sind unauffindbar und dringend am anderen Ende der Welt unabkömmlich, vor allem aber machen sie auf ihrer facebook-Seite auch nicht den schlappsten Versuch, sich zu verteidigen. Denn das ist zwecklos, das wissen sie aus Erfahrung.

Anfangs war ich amüsiert und unterhielt mich bestens. Mein Vorwurf an den Herrn Baron, warum er als facebook-Freund hinter meinem Rücken über mich herzieht (benachrichtigt hat er mich selbstredend nicht) machte Ihro Gnaden bass erstaunt. Aber jeder, der so etwas tut, weiß auch, was er anzettelt: Ein öffentliches Schlachtfest.

Da ich noch nie Opfer eines Shitstorms war, kannte ich die Regeln noch nicht. Ein Shitstormopfer hat nicht zu argumentieren oder zu diskutieren oder Beweismittel zu erbringen, sondern nur die Schnauze zu halten und sich vom ZK abstrafen zu lassen.

Der pöbelnde, geifernde Mob, der Orthographie, Syntax und kognitiven Dissonanzen nach offenbar von Helikoptermüttern mit Biobreichen gepamperte Generation Y, von dem gut die Hälfte nicht mal die Eier hat, unter Klarnamen zu diskutieren, konnte vor Wut nicht mehr klar denken. Oder es ist heute der Normalzustand.

Denn woran man sich wirklich mit Gusto hochzog, war mein Hinweis auf das unausrottbare Sexualvorurteil. Dass ich mehrfach betonte, dies wäre mitnichten mein eigenes, spielte keine Rolle: Es sei doch offensichtlich, was sich da in meinem „Unterbewusstein“ abspiele. Und dann noch Tänzerin? Und mit Henryk Broder Arm in Arm? Kann ja gar nichts in der Birne haben, arschklar!

Auf meine vorsichtige Nachfrage, mit welchem Studienabschluss man denn diese psychologischen Weisheiten erlangt habe, hieß es nur, so was brauche man doch gar nicht..

In meiner Generation waren Bildungslücken noch peinlich. Heute kann man hingegen erleben, dass Studenten, die erst nach der achten Schulklasse allmählich stubenrein wurden, lässig vorbringen: „Das brauch ich alles nicht zu lesen, ich kann selber denken!“

Um an dieser Stelle mal etwas klar zu stellen: Es heißt nicht „Unterbewusstsein,“ schon gar nicht „Untergrundbewusstsein“, sondern die von Freud entdeckte Antriebskraft der Psyche heißt korrekt schlicht „das Unbewusste“. Weil es eben nicht bewusst ist. Meine Abschlussarbeit in Psychologie an der Universität Hamburg 1990 als Jahrgangsbeste, Thema „Zur Genese des Subjekts bei Freud und Lacan“, nichts zu danken.

Aber Fakten interessierten nicht. Argumente interessierten nicht. Belege interessierten nicht, so aus einem afrikanischen Blog, der Männern wärmstens empfiehlt, sich eine alte europäische Schlampe zu suchen, um den Aufenthaltsstatus zu erlangen. Dieser wurde kurzerhand als „Satire“ deklassiert, da nun einmal nicht sein kann, was nicht sein darf. Der edle Wilde als Daueropfer des weißen Mannes, ohne Fehl und Tadel, den man nur mit offenen Armen und ohne die geringsten Bedenken begegnen kann, dieses Menschengeschenk und hehre Wunschbild aller Refugees-Welcome-Enthusiasten darf nie, unter keinen Umständen und in keiner Weise angetastet werden.

Dies als Ideologie zu entlarven ist einfach. Aber die Folgen einer solchen Naivität heißen im schlimmsten Fall Mia, sind fünfzehn Jahre alt und wurden öffentlich von einem Afghanen hingerichtet, weil die Eltern genau dieser Ideologie anhingen.

Man nahm mir obendrein sehr übel, dass ich nicht gleichzeitig erwähnt habe, dass deutsche Männer nicht besser seien und es genauso wüst trieben.

Sorry, Asche auf mein Haupt, das sei hiermit nachgeholt. Natürlich gibt es auch deutsche Männer, die nach Nigeria, Togo und Uganda auswandern, dort Asyl beantragen, abgelehnt werden, eine nigerianische, togolesische oder ugandische schwarze Schönheit unter Vorspielung falscher Tatsachen in eine bigamistische Ehe locken, mit ihr drei reizende Milchkaffeefarbene Kinder produzieren und derweil die Einnahmen aus dem lukrativen Job in der boomenden lokalen Wirtschaft oder dem nigerianischen, togolesischen oder ugandischen Sozialsystemen heimlich an die Ehefrau und die Kinder in Deutschland überweisen.

Das alles war erst amüsant, dann nervig und nach einigen Stunden hatte ich das deutliche Gefühl, fackelschwingenden Dorfbewohnern gegenüber zustehen.

Verstörend war, wie schnell eine Meute, die für alles Gute und Schöne auf der Welt einzutreten glaubt, einem das Recht abspricht, sich überhaupt äußern zu dürfen. Aber ein Mob ist ein Mob, er will nichts begreifen, nicht diskutieren, nichts überdenken, er will mundtot machen und sich im Gefühl der Stärke einer Gruppe gegenüber dem wehrlosen Einzelnen suhlen. Daher schlug ich auch vor, die Sache abzukürzen und es einfach wie Opa zu machen. Hat funktioniert. Im Nu wurde Facebooksperre über mich verhängt. Nichts ist so zuverlässig wie der deutsche Blogwart und sein autoritärer Charakter. Während das Opfer in virtueller Beugehaft saß, so hörte ich, sollte die Party noch stundenlang weitergegangen sein. Als die Bowle alle war, war man schon bei der „Nazi-Achse des Guten…“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor einigen Jahren erschien in der Jüdischen Allgemeinen Zeitung ein Text, der sich mit der angeblichen Unfreundlichkeit der Israelis befasste. Ich hatte gerade meinen ersten Israelurlaub hinter mir und konterte sofort mit einem enthusiastischen Leserbrief, der zu meiner Freude sogar veröffentlicht wurde. Denn in keinem anderen Land der Welt war ich jemals so freundlich aufgenommen worden.

Sicher, die Sitten sind etwas ungehobelter als anderswo. In der Lobby des Algonquin Hotels in New York dürfte man es kaum erleben, dass die Gäste ihre Füße auf den Tisch legen, wo auch schon die schweißigen Turnschuhe stehen, so wie in Ein Gedi. Aber das ist schließlich ein Kibbuzgästehaus, und da herrscht noch so was wie alter Pioniergeist.

Die Frage, ob man denn gerade als Deutscher in Israel freundlich aufgenommen wird, bewegt viele hierzulande. Ja, antworte ich darauf stets, und zwar überall und unter allen Umständen. Selbst in Yad Vashem, als ich mit verheulten Augen in der Cafeteria stand und demütig um einen Cappuccino bat, obwohl eigentlich schon geschlossen war.

Ein jüdischer Johnny-Depp-Lookalike warf sofort die Gaggia wieder an und holte gar noch ein Sortiment Muffins hervor – was nützt das schlechte Leben! Er  servierte mir mit charmantem Lächeln meinen Imbiss, statt mich Nazi-Enkelin in den Hintern durch das ganze judäische Bergland zu treten.

Der Kaffee ist in Israel, ebenso wie das Speiseeis, von absolut italienischer Qualität.

Womit wir beim Thema wären! Denn Italien rangiert bei mir als Urlaubsparadies gleich an nächster Stelle. Fragen Sie mich nicht, warum.

Und wenn ich hundert Jahre alt werden sollte, so werde ich doch niemals meinen ersten traumatischen Kontakt mit Italien vergessen! Neunzehnjährig, mit viel zu schwerem Backpacker, mit dem ich in schwankenden Intercityzügen gelegentlich hinten überfiel und wie ein Riesenkäfer mit den Beinen strampelte.

Es war wie in Dantes Inferno: Ihr, die ihr eintretet, lasst alle Hoffnung fahren.

Es war das erste Mal in meinem jungen Leben, dass ich drei Wochen lang komplett wie ein Mensch zweiter Klasse behandelt wurde. Ich wurde belogen, betrogen, verarscht, übersehen, nicht bedient.

Dabei waren ich und mein Freund schier außer uns vor Freude, endlich den Spuren Goethes, Heines und Hesses folgen zu dürfen. Aber anscheinend hatten wir ihre Werke nicht mit Gewinn gelesen, denn sonst hätten wir erst italienisch gelernt und wären vorgewarnt gewesen, was die italienischen Toiletten betrifft. An deren Anzahl und Qualität hat sich seit dem Achtzehnten Jahrhundert nämlich nicht wirklich viel geändert.

Kulturnationen – so wie Israel – kann man grundsätzlich anhand der Anzahl und des Zustandes ihrer Abtritte erkennen. Die Autorin Erica Jong ist sogar der Meinung, eventuell wäre den Juden die Shoa erspart geblieben, wenn sich nur mal einer die Mühe gemacht hätte, die deutschen Toiletten näher in Augenschein zu nehmen. Menschen, die solche Toiletten bauten, wären zu allem fähig …

Daher ist la Grande Nation Fronkreisch  auch keine Kulturnation, Croissants hin, Louvre her. Jeder der mal an einem Sonntag in Straßburg pinkeln musste, weiß, wovon ich rede!

Schon am vierten Tag unserer ersten  Italienreise saßen wir triefend nass und schmutzig und ausgeplündert auf dem Bahnhof von Florenz und wollten nur noch heim zu Mama.

Wir hatten praktisch kein Geld mehr, da jeder Kellner, jeder Busfahrer und jeder Campingwart uns betrogen hatte. Und auf den Campingplatz Piazzale Michelangelo hatte man uns aus purem Daffke nicht gelassen.

Es regnete gerade, und die Angestellten hatten keine Lust, ihr trockenes Büro zu verlassen und uns einen Platz zu suchen. Die Übernachtung fand nicht im gemütlichen Zelt, sondern im schmuddeligen sala d’attesa zweiter Klasse statt. Mit neunzehn überlebt man so was und hat nach dem Urlaub sogar noch eine deftige Story parat – heute müsste ich anschließend sechs Wochen zur Kur.

Am nächsten Morgen dann der große Fehler: Da wir ja schon mal hier wären, könnten wir uns vor der Abfahrt ja auch noch kurz die Stadt anschauen. Jeder, der diesen rosigen Renaissancetraum schon mal im Juli um sieben Uhr früh gesehen hat, weiß wie es weitergeht. Wir blieben. Nicht nur eine Nacht, sondern vierzehn. Mit einem dem Eltern per Postanweisung herausgeleiertem Notgroschen. Es war Liebe auf den ersten Blick. Dagegen ist bekanntlich kein Kraut gewachsen. Seitdem hängen wir an Italien wie ein höriges Weib am gelangweilten Liebhaber. Aber unsere Affäre mit dem heiligen Land, die beruht auf Gegenseitigkeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Money Makes The World Go Around

Im WELT- Artikel vom 30.06.2018 war zu lesen, dass Migranten laut Weltbank bis zu 18 Milliarden Euro jährlich in Ihre Herkunftsländer überweisen.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article178507882/Geldtransfers-Migranten-ueberweisen-Milliarden-nach-Hause.html

Für mich ist die hohe Summe nachvollziehbar und wenig überraschend. Jahrelang habe ich miterlebt, wie Frauen aus der Multikulti-Tanzszene von ihren Männern nach allen Regeln der Kunst geschröpft wurden – Sozialleistungen, sein geringes Einkommen, ihr Erspartes, alles verschwand peu à peu via Western Union nach Algerien, Ägypten, Tunesien, Nigeria, dem Senegal.

Manche dieser Frauen, ob man es glaubt oder nicht, durften sich und ihre deutschen Kinder, für die der Mann sich natürlich nicht zuständig fühlte, gerade noch vom Kindergeld ernähren, da er selbst seinen kompletten Verdienst oder Leistungsbezug in die Heimat schickte. Nichts Neues.

Was mir bei diesem Artikel dennoch den Atem stocken lässt ist die Haltung der deutschen Regierung. Denn die bezeichnet das freundlich als „Geldtransfer“ geschönte Ausbluten tatsächlich als „entwicklungsfördernd“. Das Geld komme dort an, wo es gebraucht werrde, ermögliche es, Lebensmittel und Kleidung zu kaufen und im Krankheitsfall Arzt und Medikamente zu bezahlen. Familien könnten es sich durch diese Art finanzieller Unterstützung leisten, ihre Kinder auf Schulen zu schicken, Geschäfte aufzubauen etc. Wer es nicht glauben will, lese bitte selbst.

 Mein Vater war Handwerker, ein einfacher, gleichwohl gebildeter Mann. Eine goldene Regel, die er seinen drei Kinder mit auf den Lebensweg gab, lautete: Vor Gebrauch des Mundwerks Gehirn einschalten!

Das hat die Bundesregierung leider versäumt.

 Nachfolgende Generationen werden diese Groteske dermaleinst kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen und bemerken: Ja, haben die denn gar nicht mitgekriegt, was sie da sagen? Nein, das haben sie nicht. Denn die monumental behämmerte Antwort unserer Regierung ist so falsch, dass noch nicht einmal das absolute Gegenteil richtig wäre, um einmal mehr den erhabenen Meister Karl Kraus zu zitieren.

Wie weiland im Stalle des Augias weiß man bei soviel Mist gar nicht, wo die Forke zuerst anzusetzen ist. Am besten am Anfang: Mit der hirnlosen Unbefangenheit von Germany’s-Next-Topmodel-Kandidatinnen will unsere Regierung die Welt ein bisschen besser und bunter machen. Und merkt dabei nicht, dass die sie zur Gaudi der ganzen Nation nur Arsch und Titten verscherbelt. Denn mit diesem Statement gibt sie ein gigantisches Doppelversagen zu: Ersten war die Einwanderungspolitik totaler Murks, zweitens die bisherigen Bemühungen um die Entwicklungshilfe.

Warum gibt es also immer noch die komplett unwirksame Geldverschleuderungsmaschinerie Entwicklungshilfe? Und warum, um alles in der Welt, verspricht man den Menschen das Blaue vom Himmel, um sie nach Deutschland zu locken? Warum lässt man sie ein Vermögen, dss die meisten Bundesbürger nicht mal eben locker machen könnten, für Schleuser bezahlen, ihre Gesundheit aufs Spiel setzen, ihr Leben auf Seelenverkäufern riskieren, nur damit sie hierherkommen, um das Geld abzuholen? Bin ich jetzt total bescheuert oder hätte man sich dabei nicht einen entscheidenden Schritt sparen können?

Die schwerstens rechtspopulistische AFD macht nun wieder die Spaßbremse und fordert ein Verbot des Geldtransfers aus Sozialleistungen. Dabei muss sie das gar nicht, denn das Verbot gibt es längst. Jeder, der schon mal Sozialhilfe bezogen oder im Sozialbereich gearbeitet hat, ist mit dem unabänderlichen Prozedere bestens vertraut: Aufgrund von Variablen wie Wohnsituation, Einkommen, Vermögen, Kinderzahl, Gesundheitszustand und anderen Faktoren errechnet der Sozialleistungsträger den „Bedarf“ einer Person. Merken Sie sich dieses Zauberwort, denn es ist wichtig. Die Höhe dieses Bedarfs ist gesetzlich festgelegt. Alles, was darüber hinausgeht, muss gesondert beantragt werden.

Möglicherweise braucht der Leistungsempfänger monatlich einen Mehrbedarf von € 40.- an Krankenkostenzulage IV (Aufbaukost). Die muss gesondert beantragt werden. Die Behörde lehnt sie oft erst mal ab. Dann kann der Leistungsempfänger oder sein Sozialarbeiter Widerspruch einlegen. Der Fall geht dann vors Sozialgericht. Hat man Glück, wird der Antrag doch noch positiv beschieden. Da der Anspruch nun berechtigt ist, fordert das Sozialamt auf, den Antrag nochmal zu stellen und ein ärztliches Attest beizubringen. Der Antragsteller quält sich zum Arzt, erhält ein tadelloses Attest mit Stempel und Unterschrift (ganz wichtig!) und schickt selbiges zum Amt. Nach etwa vier bis sechs Wochen kommt dann der Leistungsbescheid, aus dem hervorgeht, dass der Leistungsempfänger für ein halbes Jahr berechtigt ist, eine Sonderzulage von Euro 40.- an Krankenkost IV (Aufbaukost) zu erhalten. Die Leistung gilt nur für den angegebenen Zeitraum, nach Ablauf muss der Leistungsempfänger fristgerecht erneut einen Antrag stellen usw. usw.

Was ich mit dieser öden Geschichte sagen will: Für jeden Sozialhilfeempfänger gibt es einen bestimmten Bedarf, der nicht überschritten werden darf. Die Leistung darf ausschließlich dazu verwendet werden, diesen lebensnotwendigen Bedarf zu decken. Alles darüber hinaus Gehende gehört nicht zum Bedarf. Der Leistungsempfänger darf also kein Geld „übrig“ haben. Aus diesem Grund darf er in der Regel auch keine Schulden aus den Leistungen zurückzahlen. Wenn „Geflüchtete“ nun aus Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz Geld übrig haben, das sie in die teure Heimat schicken können, beziehen sie vom Amt schlicht zuviel Geld, und das Amt wäre somit berechtigt, ihnen die Leistung zu kürzen.

Mit anderen Worten: Die Bundesregierung nickt nicht nur begeistert Sozialbetrug ab, sie ist auch so inkompetent, das nicht einmal zu bemerken. Liebe Schildbürger, warum stellt ihr nicht auch mal in Deutschland einen Asylantrag? Bei uns könnt ihr Euch wirklich noch richtig gute Tipps holen!